Ein großes „Dankeschön“ an verdiente Sonthofer Grüne

In seiner jüngsten Versammlung sagte der Ortsverband Sonthofen von Bündnis 90/Die Grünen „Danke“ –
Danke an einige langjährige Stadträtinnen, danke an ein Sonthofer Urgestein der Grünen und auch Danke
an die vielen Helferinnen und Helfer, die oftmals im Hintergrund agieren und für die Parteiarbeit dennoch
unverzichtbar sind.
Zunächst sagte Ortssprecher Josef Herz dem ersten Grünen Sonthofer Stadtrat, Jürgen Kaeser, Danke.
Jürgen Kaeser ist ein Urgestein der Sonthofer Grünen. Von 1984 bis 1999 vertrat er die Grünen im
Stadtrat und hatte es zu Beginn als Einzelkämpfer auch nicht leicht dort, wie er erzählt. Außerdem saß
Kaeser von 1990 bis 1996 im Oberallgäuer Kreistag. Ausschlaggebend für sein Engagement bei den
Grünen war für den promovierten Chemiker das Buch „Grenzen des Wachstums“ der internationalen
Denkfabrik „Club of Rome“. Hier wurde 1972 simuliert, wie ungebremstes Bevölkerungswachstum und
Wirtschaftswachstums zu einem ökologischen und sozialen Kollaps führen. Sein ökologisches
Engagement führt Kaeser heute auch mit über 80 Jahren in seiner Firma ECA Concept fort, die
Unternehmen darin unterstützt, möglichst energieeffizient und ressourcenschonend zu wirtschaften. „Wir
haben uns als Grüne immer gut auf die Sitzungen vorbereitet und auch immer gute Vorschläge
eingebracht in den Stadtrat!“, sagt Jürgen Kaeser.
1999 löste dann Ingrid Fischer Jürgen Kaeser im Sonthofer Stadtrat als Nachrückerin ab. 27 Jahre lang –
bis zu den Kommunalwahlen in diesem März, bei denen sie sich nicht mehr aufstellen ließ, engagierte
sich Ingrid Fischer in der Sonthofer Kommunalpolitik. Seit 2002 als Fraktionssprecherin, ab 2014 als 3.
Bürgermeisterin und ab 2020 als – in der Bevölkerung Sonthofens sehr beliebte – 2. Bürgermeisterin der
Kreisstadt. Von 2020 bis 2026 war Fischer auch im Kreistag vertreten. Besonders den „herzlichen,
zugewandten Kontakt von Ingrid Fischer zu den Menschen in unserer Stadt“ hob Josef Herz in seiner
Laudatio hervor. „Der Kontakt zu den Menschen fehlt mir tatsächlich schon ein bisschen“, gab Fischer
denn auch zu.
Mit Elfriede Roth hat sich zur diesjährigen Kommunalwahl eine weitere sehr engagierte und allseits
beliebte Grüne aus dem Sonthofer Stadtrat verabschiedet. Auch ihr dankten die Sonthofer Grünen
vielmals für ihren Einsatz. Von 2008 bis 2026 saß Roth im Stadtrat, war seit 2014 Referentin für Familie
und Soziales. Bekannt ist sie in Sonthofen für ihren großen Einsatz für Geflohene und sozial Bedürftige.
„Immer wenn Flüchtlinge kamen war Elfriede da und hat sich gekümmert, in einem solchen Maß, wie es
die Stadt nie hätte tun können“ lobte Herz den Einsatz von Elfriede Roth. Für ihr Engagement wurde sie
unter anderem mit der Silberdistel der Allgäuer Zeitung, der Ehrennadel der Stadt Sonthofen und sogar
dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Neben ihrem Engagement im Stadtrat und in der
Flüchtlingshilfe saß Elfriede Roth auch im Kreistag, kümmerte sich im Landesverband der Grünen und
auf Bezirksebene um die Finanzen und war auch schon Ortssprecherin – all dies neben Familie und ihrem
Beruf.
Ein weiteres „Danke“ gab es für Dorothee Settele, die von 2020 bis 2026 für die Grünen im Sonthofer
Stadtrat saß. Auch Beate Schmid, Gründerin des Sonthofer Ortsverbandes und immer engagiert erhielt ein
kleines Dankeschön, ebenso wie Klaus Winzek, der „immer da ist, wenn was zu tun ist“, wie Josef Herz
hervorhob und Ortssprecherin Miriam Hebele. Zu guter Letzt hieß es dann noch „Danke“ an alle, die sich
im Wahlkampf engagiert haben. „Wir lagen bei der Kommunalwahl mit unserem Ergebnis wie immer
über dem Landesdurchschnitt!“, so Josef Herz.


Eva Veit